Das wissenschaftliche Weltbild und die Mechanik des Marktes

Thomas Köller

Allgemeine Grundlagen der Politischen Theorie 1 | Das wissenschaftliche Weltbild und die Mechanik des Marktes

Gebunden
461 Seiten
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ISBN 978-3-945162-00-2
1. Auflage, Düsseldorf 2014

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Bis vor einigen Jahrzehnten schien es, als werde irgendwann die Wissenschaft die Bewegung noch des kleinsten Partikels berechnen können – und damit den gesamten Lauf aller Dinge. Das Große Ganze erschien als bloße Summe der völlig unabhängig ihren eigenen Gesetzen folgenden Einzelteile, seine Harmonie als logische Kehrseite deren völligen Egozentrismus.

Im Gefolge der Entdeckung sogenannter nicht-linearer Dynamiken hat man jedoch nach und nach erkannt, dass dies ein Irrtum war: In Wahrheit muss sich jede Ordnung durch die gemeinsame Koordinierung dessen, was dadurch ihre Teile werden, selbst konstituieren. Dies gilt bereits im rein physikalisch-chemischen Bereich, erst recht aber für das Leben und den Menschen, die so ihre Autonomie gewinnen, ihre Nichtreduzierbarkeit auf das rein Physikalisch-chemische.

Und die wirtschafts- und neoliberale Idee von der unsichtbaren Hand des Marktes? Wie die eingehende Prüfung zeigt, ist es bis heute schleierhaft, wie diese Idee jemals wissenschaftlich präzisiert werden könne. Ihre Reputation beruht ausschließlich auf ihrer Übereinstimmung mit der alten, inzwischen hinfällig gewordenen Vorstellung vom wissenschaftlichen Weltbild: Wenn der Egozentrismus der Einzelnen durch nichts eingeschränkt werde, sei die Gesellschaft am besten geordnet. Tatsächlich aber ist dies falsch. Es ist reine Metaphysik.

Inhalt

  1. Einführung

  2. Das wissenschaftliche Weltbild I: Von der Konstituierung der Physik zur Selbstkonstituierung des Lebens

  3. Die unsichtbare Hand des Marktes als seit über 200 Jahren auf ihre wissenschaftliche Präzisierung wartende Utopie

  4. Der Neoliberalismus als neue Scholastik

  5. Das wissenschaftliche Weltbild II: Von der Selbstkonstituierung des Lebens zur zwischenmenschlichen Konstituierung der sozialen Welt

 

Über den Autor

Dr. Thomas Köller (*1966) studierte Psychologie, Sozialwissenschaften und Mathematik in Bochum, Duisburg, Catania (Sizilien) und Hagen. Abschluss als Diplom-Sozialwissenschaftler, Studienrichtung Politikwissenschaft, 1996 in Duisburg. Erarbeitung der Allgemeinen Grundlagen der Politischen Theorie u. a. während eines mehrjährigen Aufenthalts an der Universität Bielefeld in insgesamt über 15 Jahren intensiver Forschung, schließlich Promotion zum Doktor der Staatswissenschaften, erneut in Duisburg. Frühere Veröffentlichungen zur sog. regionalisierten Strukturpolitik.


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